Burgfreunde Runding e.V.

Burg bei Nacht

Foto: Stefan Engl

Auf dem Schlossberg in Runding stand im Mittelalter die größte Burg des Bayerischen Waldes, sie wurde 1118 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem die Notthafft ihren überschuldeten Besitz 1829 aufgeben mussten, war die einst stolze Veste dem Verfall preisgegeben. Um die Gebäudesteuer zu umgehen, ließ ein privater Besitzer die Dächer abnehmen. Wind, Wetter und der wild wuchernde Bewuchs zogen das Mauerwerk immer mehr in Mitleidenschaft. 1990 war der Zerfall so weit fortgeschritten, dass nur noch ein paar traurige Mauerreste aus dem Gestrüpp ragten. Um wenigstens diese als Keimzelle und Wahrzeichen von Runding der Nachwelt zu erhalten, brachte die Gemeinde 1993 ein Projekt zur Instandsetzung auf den Weg. Mit tatkräftiger Unterstützung des 1996 gegründeten Vereins der Burgfreunde versuchte man zu retten, was noch zu retten war. Auf Initiative des Vereins wurden die Sicherungsmaßnahmen ab 1999 begleitet von archäologischen Maßnahmen. In elf Grabungskampagnen unter Leitung des Bamberger Mittelalterarchäologen Dr. Bernhard Ernst wurde schließlich die 5.300 Quadratmeter große Hauptburg komplett freigelegt und instand gesetzt. Und so besitzt Runding heute die größte flächig freigelegte Burgruine in ganz Bayern. Als Archäologisches Freilichtmuseum stellt die Anlage seit 2012 ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Gäste dar. Darüber hinaus dient sie als Lernort für Schulklassen, Stätte der Begegnung und attraktive Kulisse für kulturelle Veranstaltungen.

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„Runding“, das neue Heimatbuch der Burgfreunde.
„Runding – Die Gemeinde unter dem Dohlenturm“: So lautet der Titel des neuen Heimatbuchs, das die Burgfreunde als Beitrag zur 900-Jahrfeier gestaltet haben. In 50 Beiträgen auf 144 Seiten bildet es Runding im Jubiläumsjahr 2018 ab. Seit 11. November 2019 liegt das reich bebilderte Buch in der Gemeindekanzlei auf. Auswärtige können es auch über den Buchhandel beziehen.

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Aktuelles

Samstag, 25. Oktober: Der Rosa-Tahedl-Gedächtnisabend mit Dr. Gernot Peter vom Böhmerwaldmuseum Wien entfällt Corona-bedingt.

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